Mitgliederversammlung des DRK Wolfsburg zum Thema Humanitäres Völkerrecht.

Das Humanitäre Völkerrecht wurde auf der Mitgliederversammlung des Wolfsburger Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuz (DRK) besprochen. Ein lehrreicher Vortrag, der neben Antworten auch Fragen bei mir aufgeworfen hat. 

Das Humanitäre Völkerrecht hieß ursprünglich Kriegsvölkerrecht. Diesen Namen finde ich auch deutlich passender. Den obwohl es bei diesem Recht darum geht einem Krieg Regeln aufzuerlegen, die bestenfalls für weniger Tote und etwas weniger Leid sorgen, geht es bei einem Krieg immer darum Menschen zu töten. So ist es zum Beispiel ein Fortschritt, die Tötung von Zivilisten zu verbieten, das Töten von Menschen in Uniform bleibt hier aber erlaubt. Das Töten von Menschen sollten wir aber niemals als menschlich anerkennen, schon garnicht durch ein Recht dass im Namen das Wort Humanitär beinhaltet. 

Ich spreche daher lieber weiterhin vom Kriegsvölkerrecht, von dem ich denke, dass es trotz meiner Kritik daran, durchaus sinnvoll ist, dass es durch das DRK in der Welt bekannt gemacht wird. Denn in Zeiten, in denen Kriege immer noch als legitimes Mittel der Politik gesehen werden, ist jeder Mensch der weniger Leid dadurch erfährt ein kleiner Schritt die Spirale zwischen Gewalt und Hass zu verkleinern. Trotzdem muss es das Ziel bleiben Kriege generell zu verhindern. Das war auch die Sicht des Referenten, der für das DRK referierte. Als dazu passende Selbstkritik benannte er, dass das DRK besser über die Situation in Kriegsgebieten berichten müsse, um einen möglichst objektiven Eindruck zur Situation in den Kriegsgebieten der Weltgemeinschaft darzustellen. Dieser Kritik schließe ich mich gerne an und bewerte es als positiv, dass innerhalb des DRK solche Diskussion geführt werden.

Neben dem Vortrag, war die Mitgliederversammlung natürlich auch ein Ort alte Bekannte oder auch neue Gesichter kennenzulernen. Der Präsident des DRK, Dr. Lamberg, freute sich sichtlich über meinen Besuch und sagte mir, dass er immer dankbar über Hinweise ist, wie sich das DRK für die Zukunft aufstellen sollte. Hier fehlt es noch an jungen Gesichtern, die die Zukunft mitgestalten. 

Mit  dem Geschäftsführer Thorsten Rückert (Foto oben) traf ich einen alten Bekannten, der u.a. immer wieder ein Gesprächspartner ist, wenn es um die Situation in der Pflege geht.